Unser Weltmissionsprojekt 2021

 

 

2 Millionen Liter Gift: das vergessene Drama in Laos

Eigentlich war Laos gar nicht am Vietnamkrieg beteiligt. Deshalb sprechen die Amerikaner bis heute vom „secretwar“, vom „geheimen Krieg“ rund um den Ho-Chi-Minh-Pfad. Und genau so geheim wie die Militäraktionen im neutralen Laos wurde bis 1999 die Zahl der Kampfeinsätze mit dem Pflanzenschutzmittel „Agent Orange“ gehalten, das wir auch als „Seveso-Gift“ Dioxin kennen. Unvorstellbare 537.000 amerikanische Gallonen des hochgiftigen Entlaubungsmittels wurden ab 1965 mit Kampfhubschraubern und Flugzeugen 5 Jahre lang abgesprüht auch über Dörfern, Schulen, Menschen in den Reisfeldern. Das Gift drang bis ins Grundwasser. Und wirkt dort bis heute, wie entstellte Kinder zeigen, die ohne Gliedmaßen, mit verkrüppelten Fingern oder schweren Nervenschäden leben müssen. Diese Menschen mit Behinderung werden an den Rand der Gesellschaft gedrängt, häufig gar jahrelang in Häusern versteckt. Kaum jemand kümmert sich um ihre besonderen Bedürfnisse. Der CFI-Projektpartner Service Fraternel d’Entraide (SFE) in der laotischen Provinz Attapeuwill das ändern: Behinderte sollen in die Gesellschaft integriert werden, am sozialen undpolitischen Leben teilhaben und Gottes Fürsorge und Liebe erfahren. Das ist in dem nach wie vor kommunistischen Land nicht ganz einfach. Lokale Wohlfahrtsorganisationen wie die Lao Disabled People Association (Laotischer Verband für Personen mit Behinderung) werden durch SFE und Entwicklungshelfer von CFI in der Planung, Durchführung und Evaluierung regionaler Projekte für Menschen mit Behinderung beraten, geschult und begleitet. Neuland in Laos: dabei wird mit dem in der Ergotherapie anerkannten PEO-Ansatz gearbeitet, der den Betroffenen ganzheitlich in den Blick nimmt.Sowohl körperliche als auch emotionale und psychische Einschränkungen sollen gelindert, eine Integration soll in die Gesellschaft ebenso wie in den Arbeitsmarkt gelingen. Auch am Kontakt zu Krankenhäusern und Gesundheitszentren der Region wird gearbeitet. Mit Trainings soll das Gesundheitspersonal für die Thematik „Behinderung“ sensibilisiert werden, damit diePatienten angemessen behandelt werden können. Danke, wenn Sie mit Ihrem Missionsopfer mithelfen, dass Menschen in diesem „vergessenen Drama der Weltgeschichte“ neue Lebensperspektiven eröffnet werden können.

 

 

 



 

 

Ev. Kirchenpflege Auenstein, Stichwort: „Weltmissionsprojekt 2021“

IBAN: DE27 6205 0000 0003 6905 89

BIC: HEISDE66XXX

 

Danke für Ihre Unterstützung!

Sie vermittelt Hoffnung und Lebensperspektive.